- Club From Hell Erfurt - Flughafenstr. 41 - Erfurt-Bindersleben -

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28.Juni.2019
Crematory

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Fr.. 28.06.2019 - 19:00Uhr
29.Juni.2019
Burgbrand Warm Up

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Sa.. 29.06.2019 - 19:00Uhr
05.Juli.2019
Schwarzer Freitag

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Fr.. 05.07.2019 - 22:00Uhr
15.Juli.2019
Dark Tranquillity, Evergr

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Mo.. 15.07.2019 - 19:00Uhr
26.Juli.2019
Metal Gulasch

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Fr.. 26.07.2019 - 19:00Uhr
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Marduk

Critical Solution
Valkyrja
Death Wolf
Grave
Marduk

Draußen wird es allmählich winterlich kalt, aber dafür im From Hell in Erfurt-Bindersleben umso heißer. Auch wenn es unter der Woche, nämlich Donnerstag ist, finden heute doch über 250 Leute den Weg nach Erfurt, um ein Event der Spitzenklasse zu erleben. Heute wird Schweden den Erfurter Metalheads ordentlich einheizen, denn keine Geringeren als MARDUK und GRAVE, zusammen mit den Jungs von DEATH WOLF, VALKYRJA und den Norwegern von CRITICAL SOLUTION geben sich die Ehre.

Jene norwegischen Thrasher machen auch gleich den Anfang. Sie bieten einen rockigen, groovigen, aber eher braven Auftakt, der für gute Laune sorgt und das teils noch eintreffende Publikum einstimmt. Mit dabei haben sie natürlich Songs aus ihrem Debütalbum „Evil Never Dies“, das 2012 aufgenommen wurde.

Um einiges finsterer wird es gleich im Anschluss mit VALKYRJA. Und finster ist auch definitiv das Motto des Black Metal dieser Schweden. Angefangen beim blutigen Corpsepaint über zerrissene, dunkle Bühnenoutfits bis hin zu den schnellen, aggressiven und harten Sounds werden die Themen des Todes, der Misanthropie und der Grausamkeit eindrucksvoll umgesetzt. Mit einer gelungenen Mischung aus schnellem Geschredder, teils groovigen Parts und eingehenden, melodiösen Gitarrenriffs wird man mitten in den Wahnsinn dieser Schweden gezogen. Dabei führt ihr Set durch alle drei Full-Length-Alben. Mit dabei auch das diesjährige „The Antagonist's Fire“, mit seinem Titelsong 'Betrayal Incarnate'.

Mit ihrem ganz eigenen Sound sorgen nun DEATH WOLF für etwas Auflockerung. Zu hören gibt es eine spezielle Mischung aus Death Metal, Heavy Metal und Horror Punk. Zugegebenermaßen muss man sich die ersten paar Songs erst einmal herein hören, um dann festzustellen, dass die Show von DEATH WOLF wirklich mitreißend ist. Mit jedem Song ziehen die Schweden das Erfurter Publikum mehr in ihren Bann und begeistern dabei mit fetten, harten, rockigen Sounds, die aber ebenso gefühlvoll sind, und das nicht zuletzt durch die tolle Stimme von Sänger Maelstorm. Mitgebracht haben sie Songs aus ihren bisher zwei Alben, von denen „II : Black Armoured Death“ Anfang 2013 erschien.

Eine ganze Nummer härter geht es nun weiter mit GRAVE. Und GRAVE brauchen keine ausgefallenen Bühnenoutfits, GRAVE brauchen auch kein Corpsepaint. Nein, GRAVE brauchen nicht mal eine G-Saite am viersaitigen Bass, um das absolute Death Metal-Inferno über dem jubelnden Publikum losbrechen zu lassen. Unglaublich authentisch rocken diese Schweden über die Bühne, und das mit bombastisch groovigen, harten, aggressiven Sounds. Den Spaß sieht man den Vier deutlich an. Dabei gibt es einige Schmuckstücke aus ihrer 25-jährigen Diskografie zu hören. Mit dabei natürlich das 2012 erschienene Album „Endless Procession Of Souls“, aber auch ältere tolle Werke wie zum Beispiel der Titelsong des gleichnamigen Albums 'You'll Never See...' von 1992. Die Stimmung ist bombastisch und soll auch nun nicht abreißen, wenn die Black Metal-Legenden von MARDUK an der Reihe sind.

Das Publikum ist kaum noch zu halten. Haare fliegen hemmungslos, und die Hörner werden in die Luft gereckt. Die Setlist der Schweden besteht aus den beiden wohl beliebtesten Alben MARDUKs: „Panzer Division Marduk“ von 1999 und „Those Of The Unlight“ von 1993. Gewohnt finster, aggressiv und böse bekommt Erfurt also die volle Ladung MARDUK ab. Treibende Riffs, brutales Schlagzeug und düstere, melodische Riffs beschwören Tod, Krieg, Blasphemie und Satanismus herauf. Allen voran natürlich Sänger und Frontmann Mortuus, der der dunklen Show ordentlich Nachdruck verschafft und ganz Profi dem Publikum gehörig Krieg unterm Hintern macht. Ein rundum gelungener Auftritt, der dank gutem Sound von allen genossen und ordentlich gefeiert werden konnte.

Text: Steff Des Troy